Deutsche Parameisterschaften Dresden – 26. bis 28. Juni 2026
Ein bitteres Wochenende im schönsten Stadion Deutschlands

 
Am Wochenende vom 26. bis 28. Juni 2026 fanden die Deutschen Parameisterschaften in Dresden statt – und zwar in dem für mich schönsten Leichtathletikstadion Deutschlands. Heimvorteil, kurze Wege, alles perfekt angerichtet. Die Bedingungen hätten besser nicht sein können.

Ich will nicht klagen – andere Sportler mussten mit denselben Bedingungen zurechtkommen –, aber die Temperaturen von über 40 Grad waren eine zusätzliche Herausforderung, die uns allen alles abverlangte.

Erstmals seit 2017 ging ich völlig leer an Medaillen aus. Und das, obwohl im Training eine leichte Steigerung zu erkennen war – über 30 Meter fliegend lief ich 3,19 Sekunden, was durchaus Hoffnung machte. Doch im Wettkampf ging gar nichts. Die Achillessehne, der Oberschenkel und zwei völlig verkrampfte Läufe über 100 Meter machten mir einen Strich durch die Rechnung.
Bei besten Windbedingungen  1,6 Meter Rückenwind – kam ich über 100 Meter nicht über 11,96 und 12,06 Sekunden hinaus. Das war weit entfernt von dem, was ich mir und meinem Umfeld zugetraut hatte. Die Enttäuschung war riesengroß.

Ob mein sehr niedriger Blutzuckerwert von 3,25 vom Dienstag zuvor etwas damit zu tun hatte, wissen wir noch nicht. Das werden wir in den kommenden Wochen klären müssen.

Da ich noch mehr Frust befürchtete und mein Körper ohnehin nicht mehr mitmachte, habe ich die 400 Meter am Folgetag abgesagt und die Saison an diesem Punkt beendet. Eine schwere, aber notwendige Entscheidung.

Jetzt mache ich erst einmal drei Wochen gar nichts mehr. Ich lasse alles sacken, kläre die Blutzucker-Problematik ab, und hoffe, dass sich die Leiste vollständig erholt und auch Achillessehne und Oberschenkel keine Schmerzen mehr bereiten, wenn ich wieder angreife.

Die Saison war hart – aber sie ist vorbei. Jetzt heißt es: Kraft tanken, analysieren und dann neu durchstarten. Denn eines steht fest: Aufgeben gibt es nicht! 

 

 Deutsche Parameisterschaften Dresden – 26. bis 28. Juni 2026
Ein bitteres Wochenende im schönsten Stadion Deutschlands

Leichte Sprache

 
Vom 26. bis 28. Juni 2026 fanden die Deutschen Parameisterschaften in Dresden statt.
Das Stadion in Dresden ist für mich das schönste Leichtathletik-Stadion in Deutschland.
Es war mein Heimstadion.
Die Wege waren kurz.
Alles war perfekt vorbereitet.

Ich möchte nicht klagen.
Andere Sportler mussten mit denselben Bedingungen klarkommen.
Aber die Temperaturen waren sehr hoch.
Es war über 40 Grad Celsius.
Das war eine große Herausforderung für alle.

Zum ersten Mal seit 2017 habe ich keine Medaille gewonnen.
Das war sehr enttäuschend.
Im Training gab es eine kleine Verbesserung.
Über 30 Meter mit fliegendem Start lief ich 3,19 Sekunden.
Das machte mir Hoffnung.

Aber im Wettkampf ging nichts.
Ich hatte Probleme mit der Achillessehne.
Ich hatte Probleme mit dem Oberschenkel.
Ich lief zwei völlig verkrampfte Rennen über 100 Meter.
Die Windbedingungen waren sehr gut.
Ich hatte Rückenwind von 1,6 Metern pro Sekunde.
Trotzdem lief ich über 100 Meter nur 11,96 und 12,06 Sekunden.
Das war viel zu langsam.

Warum war ich so langsam?
Am Dienstag vor dem Wettkampf hatte ich einen sehr niedrigen Blutzuckerwert.
Er lag bei 3,25.
Ob das der Grund war?
Das wissen wir noch nicht.
Wir werden es klären.

Ich hatte Angst vor noch mehr Frust.
Mein Körper machte nicht mehr mit.
Deshalb habe ich die 400 Meter am nächsten Tag abgesagt.

Ich habe die Saison an diesem Punkt beendet.
Das war eine schwere Entscheidung.
Aber es war die richtige Entscheidung.
Jetzt mache ich erst einmal drei Wochen gar nichts.
Ich lasse alles sacken.
Ich kläre die Blutzucker-Probleme.
Ich hoffe, dass meine Leiste sich vollständig erholt.
Ich hoffe, dass Achillessehne und Oberschenkel keine Schmerzen mehr machen.
Dann kann ich wieder angreifen.
Die Saison war hart.
Aber sie ist vorbei.

Jetzt heißt es: Kraft tanken, analysieren und neu starten.
Denn eines steht fest:
Aufgeben gibt es nicht! 

 Special Olympics Saarbrücken – 15. bis 20. Juni 2026
Eine Woche voller Emotionen, Begeisterung und unvergesslicher Momente 

 

Es lässt sich kaum in Worte fassen, was hier in Saarbrücken organisiert, vorbereitet und durchgeführt wurde. Den Organisatoren gebührt ein riesiges Dankeschön – sie haben ein unvergessliches Event auf die Beine gestellt, das weit über den Sport hinausgeht. Nur beim Wetter haben sie leider nicht aufgepasst: Ausgerechnet in dieser Woche meinte es die Sonne mit bis zu 35 Grad mehr als gut mit uns.

 Die Hitze war extrem, aber die Begeisterung war noch größer.


Für mich persönlich war es eine der intensivsten Wochen meiner Karriere. Sechs Starts – Klassifizierungen und Finalläufe – standen auf dem Programm. Bei Special Olympics wird durch die Klassifizierung sichergestellt, dass die Finalläufe nach Leistungsniveau zusammengestellt werden. So haben auch Athletinnen und Athleten mit etwas schwächeren Zeiten die Chance auf eine Goldmedaille. Über 400 Meter gab es beispielsweise insgesamt elf Finalläufe – und somit elf Goldmedaillengewinner. Ich durfte einer von ihnen sein. Auch über 200 Meter sicherte ich mir Gold. Ein Gefühl, das man nicht beschreiben kann.

Mit meinen Freunden vom HSC Chemnitz startete ich zudem in der 4x100-Meter-Staffel. Wir qualifizierten uns für das Finale der stärksten Staffeln – und das war bereits ein Erfolg. Am Ende fehlten uns nur ein paar Meter zur Bronzemedaille. Doch wichtiger als das Ergebnis: Unsere Wechsel klappten hervorragend, und wir verbesserten uns im Finale um zwei Sekunden. Ein großer Schritt nach vorne! Glückwunsch an dieser Stelle auch an die verdienten Sieger.

Doch das Sportliche war nur ein Teil dieser Woche. Was wirklich zählt, ist das, was man in Saarbrücken an jeder Ecke spüren konnte: grenzenlose Begeisterung, purer Jubel und eine Herzlichkeit, die ihresgleichen sucht. Die Einheimischen haben die Athleten gefeiert, als wären sie Weltstars – und genau das waren sie in diesen Tagen auch. Manchmal wünschte ich mir, dass in unserer "normalen" Welt auch nur zehn Prozent dieser Freude und Begeisterung abfärben würde. Die Welt wäre ein Stückchen schöner.

Mit dem Begriff Inklusion tue ich mich persönlich immer schwer. Aber wenn man darunter die Sichtbarkeit dieser Athleten versteht – und die Fortschritte, die in den Vereinen erzielt werden, wo Athleten wie Johannes schon seit Jahren aufgenommen und wie jeder andere behandelt werden – dann war es genau das: Inklusion. Und das ist ein wertvolles Zeichen.

Ein wichtiger Punkt am Rande, der mir noch auf dem Herzen liegt:

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) war in Saarbrücken – bis auf Karsten Roßberg, Blocktrainer der Nationalmannschaft Sprint und Sprung – mit keinem Verantwortlichen vertreten. Und das, obwohl hier über 4.000 Sportlerinnen und Sportler mit riesiger Begeisterung ihrer Leidenschaft nachgegangen sind. Warum eigentlich nicht? Gerade in den Disziplinen Leichtathletik, Schwimmen und Tischtennis haben diese Athleten das Potenzial, auch paralympische Medaillen zu gewinnen. Warum stehen diese Sportlerinnen und Sportler aus meiner Sicht hinten an? Mein Eindruck – und ich betone: es ist mein Eindruck – ist, dass intellektuell beeinträchtigte Menschen innerhalb der großen Gruppe der behinderten Menschen noch einmal um Inklusion, Sichtbarkeit und Anerkennung kämpfen müssen. Es ist schade – und eigentlich nicht nachvollziehbar.

Kleiner bittere Beigeschmack, Hausgemacht!

Ein kleiner bitterer Beigeschmack trübte die Freude dennoch – und der war leider sächsisch bedingt. Die sächsische Delegation wurde mit Trikots in Rot ausgestattet, auf deren Rücken „Team Saarbrücken“ stand. Ja, ihr habt richtig gelesen: Sachsen lief als Saarbrücken ein. Kritik daran wurde nicht zugelassen. Die offizielle Begründung: Die Farbe sei bewusst im Einklang mit dem neuen Corporate Design gewählt worden, um einen konsistenten Markenauftritt sicherzustellen. Dass nicht jeder dieselbe Farbvorliebe habe, sei völlig normal – und das Thema solle damit abgeschlossen sein. In meinen Augen wurden hier Gelder verschwendet, und Menschen ohne Behinderung trafen eine völlig falsche Entscheidung, ohne die Athletinnen und Athleten zu fragen. Einheimische waren jedenfalls sichtlich verwirrt, wie groß die Delegation des Saarlandes plötzlich war ...

Umso größer ist mein Respekt vor den beiden sächsischen Einlaufportiern, die sich bei der Eröffnungsfeier mutig gegen diese Trikots entschieden haben. Sie liefen in ihren eigenen Teamshirts ein – ein starkes Zeichen! Einmal mehr zeigte sich: Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung haben nicht nur auf der Bahn Größe, sondern auch charakterlich.

Die Verantwortliche für die Trikots schrieb im Nachhinein:

„Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Nationalen Spiele wurden von Special Olympics Sachsen eigens Shirts zur Verfügung gestellt. Mir war jedoch nicht bekannt, dass sich die sächsischen Einläufer entschieden hatten, diese nicht zu tragen und stattdessen in ihren eigenen Teamshirts am Einlauf teilzunehmen. Die Begründung, die mir hierzu nachträglich genannt wurde, lautete: ‚Das wollten wir nicht.‘“

Genau das war es: Ein klares, mutiges Statement. Und es zeigt, dass wir nicht alles hinnehmen müssen, was von oben entschieden wird.

Trotz dieser Wermutstropfen überwiegt das Positive bei Weitem. Saarbrücken 2026 war ein Fest des Sports und der Menschlichkeit. Ich bin dankbar, dabei gewesen zu sein – und ich freue mich schon jetzt auf das nächste große Abenteuer. 

Denn eines steht fest: Aufgeben gibt es nicht!

Ab dem 01.07. kann ich mich für die Weltspiele in Chile bewerben. Mal sehen, ob ich berücksichtigt werde – die Daumen sind gedrückt! 







 

 Special Olympics Saarbrücken – 15. bis 20. Juni 2026
Eine Woche voller Emotionen, Begeisterung und unvergesslicher Momente 

Leichte Sprache

 

Die Special Olympics in Saarbrücken waren etwas ganz Besonderes.
Es war eine Woche voller Emotionen, Begeisterung und unvergesslicher Momente.

Man kann kaum in Worte fassen, was hier organisiert, vorbereitet und durchgeführt wurde.
Den Organisatoren möchte ich ganz herzlich danken.
Sie haben ein unvergessliches Fest auf die Beine gestellt.

Nur beim Wetter haben sie nicht aufgepasst.
In dieser Woche hatte es bis zu 35 Grad Celsius.
Die Sonne schien sehr stark.
Die Hitze war extrem.
Aber die Begeisterung war noch größer.

Meine Starts

Für mich war es eine sehr intensive Woche.
Ich hatte sechs Starts.
Das waren Klassifizierungen und Finalläufe.

Bei Special Olympics werden die Finalläufe nach Leistungsniveau zusammengestellt.
Das nennt man Klassifizierung.
So haben auch Athleten mit etwas schwächeren Zeiten die Chance auf eine Goldmedaille.

Über 400 Meter gab es insgesamt elf Finalläufe.
Das bedeutet: elf Goldmedaillengewinner.
Ich war einer davon.
Auch über 200 Meter gewann ich Gold.
Das war ein unglaubliches Gefühl.

Die Staffel

Mit meinen Freunden vom HSC Chemnitz startete ich in der 4x100-Meter-Staffel.
Wir qualifizierten uns für das Finale der stärksten Staffeln.
Das war schon ein Erfolg.

Am Ende fehlten uns nur ein paar Meter zur Bronzemedaille.
Aber das Wichtigste war:
Unsere Wechsel klappten hervorragend.
Wir verbesserten uns im Finale um zwei Sekunden.
Das war ein großer Schritt nach vorne.
Herzlichen Glückwunsch auch an die Sieger!

Die Begeisterung

Das Sportliche war nur ein Teil dieser Woche.
Was wirklich zählt, ist die Begeisterung.
In Saarbrücken konnte man an jeder Ecke spüren:
Die Menschen haben gejubelt und gefeiert.

Die Einheimischen haben die Athleten gefeiert, als wären sie Weltstars.
Und genau das waren sie in diesen Tagen auch.

Manchmal wünschte ich mir:
Wenn in unserer "normalen" Welt auch nur zehn Prozent dieser Freude und Begeisterung abfärben würde –
die Welt wäre viel schöner.

Was ich unter Inklusion verstehe

Mit dem Wort Inklusion tue ich mich persönlich schwer.
Aber wenn man darunter die Sichtbarkeit der Athleten versteht –
und die Fortschritte in den Vereinen,
wo Athleten wie ich schon seit Jahren aufgenommen werden
und wie jeder andere behandelt werden –
dann war es genau das: Inklusion.
Und das ist ein wertvolles Zeichen.

Ein wichtiger Punkt

Der Deutsche Behindertensportverband war in Saarbrücken nicht vertreten.
Nur Karsten Roßberg war da.
Er ist Blocktrainer der Nationalmannschaft Sprint und Sprung.
Alle anderen Verantwortlichen waren nicht da.

Das ist schade.
Denn hier waren über 4.000 Sportlerinnen und Sportler.
Sie alle haben mit großer Begeisterung Sport getrieben.
Besonders in der Leichtathletik, im Schwimmen und im Tischtennis
haben diese Athleten das Potenzial für paralympische Medaillen.

Warum stehen diese Sportler aus meiner Sicht hinten an?
Das ist mein Eindruck.
Ich betone: Es ist mein Eindruck.
Intellektuell beeinträchtigte Menschen kämpfen
in der großen Gruppe der behinderten Menschen
um Inklusion, Sichtbarkeit und Anerkennung.
Das ist schade – und eigentlich nicht nachvollziehbar.

Der Trikot-Ärger

Leider gab es auch einen kleinen Ärger.
Die sächsische Delegation bekam Trikots in der Farbe Rot.
Auf dem Rücken stand: "Team Saarbrücken".
Ja, ihr habt richtig gelesen:
Sachsen lief als Saarbrücken ein.

Kritik daran wurde nicht zugelassen.
Die Begründung war:
Die Farbe sei bewusst gewählt worden.
Sie passe zum neuen Corporate Design.
Das Thema solle damit abgeschlossen sein.

Ich finde:
Hier wurden Gelder verschwendet.
Menschen ohne Behinderung trafen eine falsche Entscheidung.
Sie fragten die Athleten nicht.
Einheimische waren verwirrt.
Sie fragten sich:
Wie groß ist die Delegation des Saarlandes plötzlich?

Zwei sächsische Einlaufportier waren mutig.
Sie liefen bei der Eröffnungsfeier in ihren eigenen Teamshirts ein.
Sie trugen die roten Trikots nicht.
Das war ein starkes Zeichen!
Sie haben Größe gezeigt – nicht nur auf der Bahn,
sondern auch charakterlich.

Die Verantwortliche für die Trikots schrieb später:

"Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Nationalen Spiele wurden von Special Olympics Sachsen eigens Shirts zur Verfügung gestellt. Mir war jedoch nicht bekannt, dass sich die sächsischen Einläufer entschieden hatten, diese nicht zu tragen und stattdessen in ihren eigenen Teamshirts am Einlauf teilzunehmen. Die Begründung, die mir hierzu nachträglich genannt wurde, lautete: 'Das wollten wir nicht.'"

Genau das war es:
Ein klares, mutiges Statement.
Es zeigt:
Wir müssen nicht alles hinnehmen, was von oben entschieden wird.

Mein Fazit zu Saarbrücken

Trotz dieser Wermutstropfen überwiegt das Positive bei Weitem.
Saarbrücken 2026 war ein Fest des Sports und der Menschlichkeit.
Ich bin dankbar, dabei gewesen zu sein.


Ausblick

Ab dem 01.07. kann ich mich für die Weltspiele in Chile bewerben.
Mal sehen, ob ich berücksichtigt werde.
Die Daumen sind gedrückt!


 

 
„Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Nationalen Spiele wurden von Special Olympics Sachsen eigens Shirts zur Verfügung gestellt. Mir war jedoch nicht bekannt, dass sich die sächsischen Einläufer entschieden hatten, diese nicht zu tragen und stattdessen in ihren eigenen Teamshirts am Einlauf teilzunehmen. Die Begründung, die mir hierzu nachträglich genannt wurde, lautete: ‚Das wollten wir nicht.‘“  

Warum wohl die mutige Entscheidung der Atleten, die uns Sachsen bei der  Eröffnungsfeier vertreten haben!


  DSC-Meeting im Heinz-Steyer-Stadion – 13. Juni 2026

Für mich das schickste Stadion Deutschlands


Am 13. Juni 2026 stand das DSC-Meeting auf dem Programm. Ich war immer noch unsicher – wir wussten nicht, wo meine Form stand, ob die Formkurve endlich ansteigt oder sich weiter im Abwärtstrend befindet.

Dann kam die Startliste: Bahn 9. Für mich die schlechteste aller Möglichkeiten.

Für Athleten der Startklasse T20 (intellektuelle Beeinträchtigung) ist die Bahnverteilung ein kritischer Faktor. Die T20-Klasse zeichnet sich oft durch Herausforderungen bei der räumlichen Orientierung, der Renneinteilung (Pacing) und der Verarbeitung von Sinneseindrücken aus.

Aus sportwissenschaftlicher und inklusiver Sicht war Bahn 9 für mich aus zwei Gründen die denkbar schlechteste Wahl:

1. Der "Blindflug" auf Bahn 9
Auf Bahn 9 startet man durch die Kurvenvorgabe (Staffelung) ganz vorne. Ich hatte beim Start und auf der gesamten ersten Kurve niemanden vor mir, an dem ich mich visuell orientieren konnte. Für T20-Athleten ist dieser Mangel an optischen Anhaltspunkten extrem schwierig, da das Gefühl für die eigene Geschwindigkeit und die Position im Raum verloren geht.

2. Das visuelle Loch zur Tribüne/Innenraum
Auf Bahn 9 läuft man direkt an der Außenbarriere oder Tribüne. Auf der Gegengeraden verliert man oft den Fokus, weil das Läuferfeld weit innen (auf den Bahnen 1–5) läuft. Man wird quasi vom Rennen isoliert. Vielleicht sollten wir – da man Johannes in Dresden ja kennt – die Wettkampfleitung auf diesen unbewussten inklusiven Wettkampf-Nachteil hinweisen und, wenn möglich, auf eine fairere Bahnverteilung achten.

Im Rennen selbst passierte dann wieder das altbekannte Szenario: Bei etwa 260 Metern zog das Feld an mir vorbei. Ich glaube, mein Kopf hatte zu diesem Zeitpunkt bereits aufgegeben. Nach 53,01 Sekunden war ich im Ziel. Wir sind ratlos.

Aber eines steht fest: Aufgeben gibt es nicht! 

  DSC-Meeting im Heinz-Steyer-Stadion – 13. Juni 2026

Für mich das schickste Stadion Deutschlands 

Leichte Sprache

 

Am 13. Juni 2026 war ich beim DSC-Meeting.

Ich war immer noch unsicher.
Wir wussten nicht, wo meine Form steht.
Wir wussten nicht, ob die Formkurve steigt oder fällt.


Dann kam die Startliste.
Ich bekam Bahn 9.
Das ist für mich die schlechteste Bahn.

Für Athleten mit Startklasse T20 ist die Bahnverteilung sehr wichtig.
T20-Athleten haben eine intellektuelle Beeinträchtigung.
Sie haben oft Probleme mit der Orientierung im Raum.
Sie haben oft Probleme mit der Renneinteilung.
Sie haben oft Probleme mit vielen Eindrücken.

Bahn 9 war für mich aus zwei Gründen die schlechteste Wahl:

1. Der Blindflug auf Bahn 9
Auf Bahn 9 startet man ganz vorne.
Man hat niemanden vor sich, an dem man sich orientieren kann.
Für T20-Athleten ist das sehr schwierig.
Man verliert das Gefühl für die eigene Geschwindigkeit.
Man verliert das Gefühl für die Position im Raum.

2. Das visuelle Loch
Auf Bahn 9 läuft man direkt an der Außenbarriere.
Die anderen Läufer sind weit innen auf den Bahnen 1 bis 5.
Man ist quasi isoliert vom Rennen.
Der Fokus geht verloren.

Vielleicht sollten wir die Wettkampfleitung in Dresden darauf hinweisen.
Sie kennen Johannes ja in Dresden.
Vielleicht können sie beim nächsten Mal auf die Bahnverteilung achten.
Damit der Wettkampf inklusiver wird.

Im Rennen passierte dann wieder dasselbe.
Bei etwa 260 Metern zog das Feld an mir vorbei.
Ich glaube, mein Kopf hatte da aufgegeben.

Nach 53,01 Sekunden war ich im Ziel.

Wir sind ratlos.

Aber eines steht fest:
Aufgeben gibt es nicht! 

 

Läufer-Meeting Freiberg  

03. Juni 2026

Am 03. Juni 2026 ging es zum Läufer-Meeting nach Freiberg. Das Training war noch immer nicht rund. Beim fliegenden Start über 30 Meter kam ich auf 3,30 Sekunden – im letzten Jahr zur gleichen Zeit stand ich bei 3,09. Es fehlte mir immer noch die Locker- und Spritzigkeit.

 Der Körper machte einfach nicht mit, wie ich es wollte.

Trotzdem gab es einen Lauf über 400 Meter. Fünf Starter, sehr gute äußere Bedingungen – eigentlich alles da für eine starke Leistung. Doch schon während des Warmmachens musste ich zur Blackroll greifen, die Achillessehne machte wieder Probleme.

Am Startblock standen wir dann aus unergründlichen Gründen gefühlt fünf Minuten lang. Das raubt Konzentration und kostet wertvolle Energie. 
Aber dann ging es endlich los: Die ersten 200 Meter waren mit etwa 23,80 Sekunden sehr stark. Der lange Schritt passte, ich konnte ihn umsetzen – das war ein gutes Gefühl. Nach 280 Metern holte mich der spätere Sieger ein, die 300-Meter-Marke lag unter 38 Sekunden – eigentlich ein solides Zwischenergebnis.

Doch dann ging nichts mehr. Das antrainierte Stehvermögen aus dem Winter war plötzlich weg, hatte mich verlassen. Die letzten Meter wurden zum Kampf. Am Ende stand eine Zeit von 52,27 Sekunden – kaum besser als in Nottwil. Ein ernüchterndes Fazit.


 


 

 

Läufer-Meeting Freiberg 

 03. Juni 2026

Leichte Sprache

Am 03. Juni 2026 war ich in Freiberg.
Dort fand ein Läufer-Meeting statt.

Das Training war noch immer nicht gut.
Ich war nicht in Form.

Es gab einen Test über 30 Meter mit fliegendem Start.
Ich lief 3,30 Sekunden.

Im letzten Jahr zur gleichen Zeit lief ich 3,09 Sekunden.
Das ist ein großer Unterschied.
Mir fehlte die Leichtigkeit und die Schnelligkeit.

Trotzdem startete ich über 400 Meter.

Es waren nur fünf Läufer am Start.
Das Wetter und die Bedingungen waren sehr gut.

Aber schon beim Aufwärmen hatte ich Probleme.
Ich musste meine Blackroll benutzen.
Die Achillessehne schmerzte.

Am Startblock standen wir sehr lange.
Fast fünf Minuten.
Das war komisch und anstrengend.
Es raubte mir die Konzentration.

Dann ging es endlich los.
Die ersten 200 Meter waren sehr gut.
Ich lief etwa 23,80 Sekunden.
Der lange Schritt passte.
Ich konnte ihn gut umsetzen.
Das fühlte sich richtig gut an.

Nach 280 Metern holte mich der spätere Sieger ein.
Die 300 Meter waren unter 38 Sekunden.
Das war ein gutes Zwischenergebnis.

Aber dann ging nichts mehr.
Die Kraft für den Endspurt war weg.

Das Stehvermögen aus dem Winter war verschwunden.
Die letzten Meter wurden sehr schwer.

Am Ende hatte ich eine Zeit von 52,27 Sekunden.
Das war kaum besser als in Nottwil.
Das war enttäuschend. 

 Wettkampf in Freital-Weißig – 30. Mai 2026

Am 30. Mai 2026 stand der nächste Wettkampf an: „Mai Athletik“ in Freital-Weißig. Ein kleiner, sympathischer Sportverein, dessen Anlage ganz auf Sprint, Sprung und Wurf ausgerichtet ist. Deshalb ging es an diesem Tag „nur“ über die 100 Meter.

Im Vorlauf und auch im Finale kämpfte ich mit Gegenwind. Die Zeit war entsprechend – naja, nicht berauschend. Mir fehlte einfach die Lockerheit. Das Vertrauen in den eigenen Körper war noch nicht wieder da.

Umso mehr Grund zur Freude gab es aus der Trainingsgruppe: Moritz, unser unerkannter 400-Meter-Sprinter, der die 400 Meter allerdings nie laufen will, legte mit 10,68 Sekunden einen neuen Bahnrekord auf die Tartanbahn. Stark gemacht!

Moritz gehört zu unserer Trainingsgruppe Bellmann. 

 Wettkampf in Freital-Weißig – 30. Mai 2026

Leichte Sprache

Am 30. Mai 2026 war ich in Freital-Weißig.
Der Wettkampf fand bei „Mai Athletik“ statt.

Das ist ein kleiner Sportverein.

Die Anlage ist besonders gut für Sprint, Sprung und Wurf.
Deshalb bin ich an diesem Tag nur die 100 Meter gelaufen.

Im Vorlauf und im Finale gab es Gegenwind.
Meine Zeit war nicht besonders gut.
Mir fehlte die Lockerheit.

Aber Moritz war richtig stark.
Moritz ist ein 400-Meter-Sprinter.
Aber er will die 400 Meter nie laufen.

Er lief die 100 Meter in 10,68 Sekunden.
Das ist ein neuer Bahnrekord auf der Tartanbahn.
Ganz stark!

Moritz gehört zu unserer Trainingsgruppe Bellmann. 


Nottwil Grand Prix – 22. Mai 2026

Am 28. April 2026 verletzte ich mir die Leiste – und knapp dreieinhalb Wochen später, am 22. Mai, stand bereits der nächste große Höhepunkt an: der Nottwil Grand Prix in der Schweiz.

In der Zeit zwischen Verletzung und Wettkampf konnte ich nicht wie gewohnt trainieren. Uwe versuchte zwar alles, um meinen guten Trainingszustand aufrechtzuerhalten, aber Leistenbeschwerden sind nicht ohne. Selbst wenn man akut keine Schmerzen mehr hat, ist das Gewebe oft noch nicht vollständig ausgeheilt. Vielleicht war das sogar die Ursache dafür, dass sich im weiteren Verlauf zusätzlich Probleme an den Oberschenkeln und der Achillessehne einstellten. Beide Beschwerden konnte ich zwar kurzfristig mit meiner Blackroll „bekämpfen“, aber die eigentliche Ursache blieb bestehen.

Am 21. Mai 2026 fuhren Uwe und ich mit dem Auto in die Schweiz. Bereits am nächsten Morgen, dem 22. Mai, standen ab 09:00 Uhr die Zeitläufe über 400 Meter auf dem Programm. Ob sich mein Körper von der langen Anreise ausreichend erholt hatte, weiß ich nicht. Wenn ich ehrlich bin, liebe ich Wettkämpfe am späten Nachmittag – frühmorgens um 09:00 Uhr ist überhaupt nicht meine Zeit. Trotzdem: Wir standen um 05:30 Uhr auf, gingen spazieren, frühstückten und fuhren dann ins Stadion.

Die Hoffnung auf eine gute Zeit auf der schnellen Mondobahn in Nottwil zerschlug sich bereits nach 100 Metern, als Dieng aus Italien an mir vorbeizog. Und obwohl ich das Rennen noch gut im Griff hatte, gelang es mir nicht, den erlernten Schritt auf die Bahn zu bringen. Am Ende stand eine Zeit von 52,56 Sekunden – einfach zu langsam.

Das Training zuvor hatte eine ganz andere Zeit versprochen. Ob und inwieweit die Leiste dabei tatsächlich mitgespielt hat, werden wir wohl nie genau erfahren. Fakt ist: Durch die Leistenproblematik stimmt die gesamte Balance nicht mehr, selbst wenn die Schmerzen nicht mehr im Vordergrund stehen.

Video Nottwil 22.05.2026: 400m Nottwil 22.05.2026

 

Nottwil Grand Prix – 22. Mai 2026

leichte Sprache

Am 28. April 2026 habe ich mich an der Leiste verletzt.
Knapp dreieinhalb Wochen später war der große Wettkampf.
Der Wettkampf war der Nottwil Grand Prix in der Schweiz.
Das war am 22. Mai 2026.

Zwischen der Verletzung und dem Wettkampf konnte ich nicht normal trainieren.
Mein Trainer Uwe hat viel versucht.
Er wollte meinen guten Trainingszustand halten.
Aber Leistenbeschwerden sind ein ernstes Problem.

Manchmal hat man keine Schmerzen mehr.
Aber das Gewebe ist oft noch nicht vollständig geheilt.
Vielleicht kamen deshalb auch Probleme an den Oberschenkeln und der Achillessehne dazu.
Mit meiner Blackroll konnte ich diese Probleme kurzzeitig lindern.
Die eigentliche Ursache blieb aber bestehen.

Am 21. Mai 2026 sind Uwe und ich mit dem Auto in die Schweiz gefahren.
Am nächsten Morgen, dem 22. Mai 2026, war der Wettkampf.
Die Zeitläufe über 400 Meter begannen um 09:00 Uhr morgens.

Ich weiß nicht, ob mein Körper die lange Fahrt gut verkraftet hat.
Ich mag Wettkämpfe am liebsten am späten Nachmittag.
Frühmorgens um 09:00 Uhr ist nicht meine Zeit.

Trotzdem sind wir um 05:30 Uhr aufgestanden.
Wir sind spazieren gegangen, haben gefrühstückt und sind ins Stadion gefahren.

Die Mondobahn in Nottwil ist sehr schnell.
Ich hatte große Hoffnung auf eine gute Zeit.

Aber schon nach 100 Metern war die Hoffnung weg.
Der Läufer Dieng aus Italien überholte mich.

Ich war zwar noch gut im Rennen.

Aber ich konnte meinen erlernten Laufschritt nicht umsetzen.
Am Ende hatte ich eine Zeit von 52,56 Sekunden.

Das ist zu langsam. 

Video Nottwil 22.05.2026:  400m Nottwil 22.05.2026 

 

Der Start in die Saison 2026 – und was dann schiefging

Der erste Wettkampf mit einem hervorragenden Training im Winter und einem außergewöhnlich guten Trainingslager in Jena nach Ostern sollte am 30. April 2026 in Jena über 100 m und 300 m stattfinden. Die Betonung liegt auf sollte.

Denn schon zwei Tage zuvor, am 28. April 2026, musste ich das Fußballtraining wegen akuter Leistenbeschwerden abbrechen. Das Problem sollte mich über die gesamte Saison hinweg weiter verfolgen. Ausgerechnet der nächste Höhepunkt – der Nottwil Grand Prix am 22. Mai 2026 – stand direkt vor der Tür, und ich war nicht in der Verfassung, dort anzugreifen.

Wie es danach weiterging, welche Rolle die DM in Dresden dabei spielt und was am Ende der Saison wirklich zählt – dazu komme ich in einem gesonderten Abschnitt, den wir dann passend einfügen. 

 

Der Start in die Saison 2026


Der erste Wettkampf war für den 30. April 2026 geplant.
Er sollte in Jena stattfinden.

Ich wollte über 100 Meter und 300 Meter laufen.

Das Training im Winter war hervorragend.
Das Trainingslager in Jena nach Ostern war außergewöhnlich gut.

Aber es kam anders.

Der Wettkampf fand nicht so statt, wie ich es wollte.

Am 28. April 2026 hatte ich plötzlich Schmerzen in der Leiste.
Ich musste das Fußball-Training abbrechen.

Die Schmerzen in der Leiste blieben.

Sie begleiteten mich während der ganzen Saison.

Der nächste große Wettkampf war der Nottwil Grand Prix.
Er war am 22. Mai 2026.

Aber ich war nicht fit.
Ich konnte dort nicht mein Bestes geben. 

Deutsche Parahallenmeisterschaften 
Hartwig Gauder Halle Erfurt

28.02.2026

Deutsche Parahallenmeisterschaften 
Hartwig Gauder Halle Erfurt

28.02.2026
leichte Sprache

 

Zweimal Gold in Erfurt: Johannes  ist Doppel-Deutscher Meister 2026

Während draußen frühlingshafte Temperaturen herrschten, verwandelte sich die Leichtathletikhalle in Erfurt für mich in ein Gold-Pflaster. Bei den diesjährigen Deutschen Parahallenmeisterschaften standen die 200m und die 400m auf meinem Programm – mit dem bestmöglichen Ausgang.

Zweimal Start, zweimal Gold

Dank der intensiven Vorbereitung und der starken Ergebnisse der letzten Wochen ging ich mit viel Selbstvertrauen ins Rennen. Die harte Arbeit im Training hat sich ausgezahlt: Mit voller Konzentration konnte ich mich gegen die Konkurrenz durchsetzen und sicherte mir in beiden Disziplinen den Titel.

Meine Ergebnisse im Überblick:

  • 200m: 23,51 sek → Deutscher Parahallenmeister
  • 400m: 51,46 sek → Deutscher Parahallenmeister

Der Rekord im Visier

Trotz der beiden Goldmedaillen bleibt der sportliche Ehrgeiz groß. Insgeheim hatte ich darauf gehofft, meinen eigenen Hallenrekord über die 400m-Distanz zu knacken. Mit 51,46 sek war ich verdammt nah dran, doch die Bestmarke blieb an diesem Tag noch bestehen.

„Es sollte heute noch nicht ganz sein. Vielleicht liegt es aber auch ein wenig an der Charakteristik der Bahn: Die superschnelle Mondobahn in Chemnitz, auf der ich meine bisherigen Hallenrekorde aufgestellt habe, scheint mir für absolute Rekordzeiten doch noch ein Quäntchen besser zu liegen.“

Fazit: Ein rundum gelungener Wettkampftag

Auch wenn der Rekord heute noch standhielt, überwiegt die Freude über die beiden Meistertitel. Die Konstanz in meinen Zeiten zeigt, dass der Weg stimmt. Jetzt heißt es, die Regeneration kurz zu genießen und dann den Fokus auf die kommenden Aufgaben der Saison zu richten.

Vielen Dank an mein Team und alle Unterstützer, die diesen Erfolg möglich gemacht haben!

Video:  https://youtu.be/P0gFDwLvdco 


Zwei Gold-Medaillen für Johannes 

 In Erfurt gab es ein großes Sport-Fest. Es waren die Deutschen Meisterschaften in der Halle. Das Wetter war draußen schon fast wie im Frühling. Johannes ist dort gelaufen.

Zwei Siege für Johannes

Johannes hat viel trainiert. Er war bei den Rennen sehr konzentriert. Das hat sich gelohnt: Er hat zwei Gold-Medaillen gewonnen!

Das sind seine Ergebnisse:

  • 200 Meter Lauf: In 23,51 Sekunden.
  • 400 Meter Lauf: In 51,46 Sekunden.


Damit ist Johannes jetzt zweifacher Deutscher Meister.

Ein kleiner Rekord-Wunsch

Johannes wollte eigentlich noch schneller sein. Er wollte seinen eigenen Rekord schlagen. Das hat dieses Mal noch nicht geklappt. Vielleicht liegt es an der Lauf-Bahn. In der Stadt Chemnitz gibt es eine sehr schnelle Bahn aus „Mondo-Stoff“. Dort hat Johannes seine bisherigen Rekorde aufgestellt.

Wie geht es weiter?

Johannes freut sich sehr über die zwei Siege. Er weiß jetzt: Das Training war genau richtig. Er schaut jetzt mutig auf die nächsten Wett-Kämpfe.

Johannes sagt: „Danke an alle, die mir geholfen haben!“


21. MITGAS Indoor-Meeting Quarterback Immobilienarena Leipzig 

07.02.2026

21. MITGAS Indoor-Meeting Quarterback Immobilienarena Leipzig 

07.02.2026

leichte Sprache

Kampf gegen die Uhr und den eigenen Körper: Mein 400m-Lauf in Leipzig 

 

Nach meinem 800m-Einstieg bei den „Fußgängern“ in Chemnitz war das Ziel für Leipzig klar definiert: Eine neue Bestzeit über die 400 Meter sollte her. Die Vorzeichen standen eigentlich gut – eine beeindruckende Bahn, die theoretisch Platz für sechs Läufer bietet, und die Meldeliste versprach ein schnelles Rennen.

Favoritenrolle mit Hindernissen

Im vierten Zeitlauf startete ich mit der schnellsten Meldezeit. Ob die Veranstalter wohl ahnten, dass ich fest vorhatte, die 51-Sekunden-Marke zu knacken? Doch die Realität sah leider etwas anders aus. Bereits am Freitagabend meldete sich mein Körper mit Schmerzen im Gesäßbereich – nicht gerade die besten Voraussetzungen für einen Sprint, bei dem es auf jede Faser ankommt.

Zu meinem „Unglück“ fiel dann auch noch ein Läufer direkt vor mir kurzfristig aus, was die Dynamik im Lauf zusätzlich veränderte.

Wenn der Kopf während des Rennens zweifelt

Ich bin ehrlich: Schon während des Rennens fühlte ich mich alles andere als schnell. Die beiden Führenden legten einen Abstand zwischen sich und mich, der mich schlicht an meiner eigenen Leistung zweifeln ließ. Der Frust kam bereits nach der ersten Runde auf – das Gefühl, „stehend k.o.“ zu sein, während die Konkurrenz davonzieht, ist mental eine harte Nuss.

Das Ergebnis: Überraschung im Ziel

Umso erstaunter war ich beim Blick auf die Uhr: 52,57 Sekunden. Obwohl ich mich im Rennen „grottenschlecht“ gefühlt hatte und völlig platt ins Ziel kam, war die Zeit am Ende doch deutlich besser, als es sich auf der Bahn angefühlt hatte. Es war nicht die erhoffte Zeit unter 51, aber unter diesen Umständen ein solider Kampf.

Blick nach vorn: Erfurt im Visier

Mund abputzen, regenerieren und die Lehren daraus ziehen. Jetzt gilt es, die Schmerzen loszuwerden und die Akkus wieder voll aufzuladen.

Der nächste Termin steht: Am 28.02.2026 greife ich in Erfurt wieder an. Aufstecken gilt nicht – die 51 Sekunden stehen nach wie vor auf meiner To-Do-Liste! 
 

Ergebnisse 400m Leipzig 07.02.2026 

Video: 400m Leipzig 07.02.2026 

 Mein Lauf in Leipzig: Kämpfen bis zum Ziel 

 

Letzte Woche war ich in Chemnitz. Dort bin ich 800 Meter gelaufen. In Leipzig wollte ich jetzt noch schneller sein. Mein Ziel war: Die 400 Meter in weniger als 51 Sekunden zu schaffen.

Probleme vor dem Start

Die Lauf-Bahn in Leipzig ist sehr gut. Eigentlich hatte ich eine sehr gute Start-Position. Aber ich hatte ein Problem: Schon am Freitag taten mir die Muskeln am Po weh. Ich habe mich nicht fit gefühlt.

Ein schweres Rennen

Im Rennen lief es nicht so, wie ich wollte. Zwei andere Läufer waren viel schneller als ich. Ich dachte bei mir: „Heute bin ich wirklich schlecht.“ Ich hatte wenig Kraft und war schon nach der ersten Runde traurig.

Das Ergebnis

Im Ziel habe ich auf die Uhr geschaut. Dort stand: 52,57 Sekunden. Das ist nicht mein Rekord. Aber es ist viel schneller, als ich beim Laufen gedacht habe! Ich war nach dem Lauf total kaputt.

So geht es weiter

Jetzt muss ich mich erst einmal ausruhen. Mein Körper braucht Pause, damit die Schmerzen weggehen. Aber ich gebe nicht auf!

Mein nächster Plan: Am 28. Februar 2026 laufe ich in Erfurt. Dort will ich wieder angreifen und alles geben. 

 

Ergebnisse 400m Leipzig 07.02.2026 

Video:  400m Leipzig 07.02.2026 

Special Olympics Sachsen

4. Hallenmeeting Sportforum Chemnitz 

31.01.2026

Special Olympics Sachsen

4. Hallenmeeting Sportforum Chemnitz 

31.01.2026
leichte Sprache

 Ein Fest des Sports

Am 31. Januar 2026 verwandelte sich das Sportforum Chemnitz wieder in einen Ort voller Energie und sportlichem Ehrgeiz. Athletinnen und Athleten aus Brandenburg, Thüringen und Sachsen kamen zusammen, um beim 4. Hallenmeeting von Special Olympics Sachsen gemeinsam an den Start zu gehen.

Obwohl das Wetter, die aktuelle Krankheitswelle und einige technische Tücken bei der Anreise dafür sorgten, dass leider nicht alle Gemeldeten dabei sein konnten, war der Spirit in der Halle ungebrochen. Wer es geschafft hatte, war mit vollem Herzen dabei.

Zwischen Technik und Tempo

Das Schöne an diesem Meeting ist die Vielfalt: Es wurde gesprintet, gestoßen und gesprungen. In jeder Disziplin spürte man die Begeisterung, die den inklusiven Sport so besonders macht.

Ich selbst habe mich dieses Mal intensiv auf den Weitsprung vorbereitet. Nach dem Training in der Vorwoche saß der Ablauf: 61 Füße präzise abgezählt, Anlauf und Absprung. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen:

  • Weitsprung: Zwei gültige Versuche und eine Weite von 5,45 m.
  • 200 m Lauf: In einem starken Lauf erreichte ich das Ziel nach 23,59 Sekunden.

Gemeinsam stark

Abseits der nackten Zahlen war es vor allem ein gelungener Nachmittag unter Gleichgesinnten. Die Freude am Wettbewerb und das Miteinander im Sportforum Chemnitz haben gezeigt, wie wichtig diese Events von Special Olympics für uns alle sind.

Ein großes Dankeschön an die Organisation und alle Helfer, die diesen Tag trotz der winterlichen Widrigkeiten möglich gemacht haben! 

 Sport-Fest in Chemnitz: 

Am 31. Januar 2026 gab es ein großes Sport-Fest. 


Es war das 4. Hallen-Meeting von Special Olympics Sachsen. Das Treffen war im Sport-Forum in Chemnitz.

Viele Sportler aus Brandenburg, Thüringen und Sachsen wollten kommen. 
Aber es gab Probleme:

Das Wetter war schlecht.

Manche Sportler waren krank.

Es gab Probleme bei der Fahrt mit dem Auto oder der Bahn.

Deshalb konnten leider nicht alle Sportler dabei sein. Aber die Sportler vor Ort hatten sehr viel Spaß!

Was wurde gemacht?

In der Halle gab es viele Wettbewerbe:

Die Sportler sind schnell gerannt (Sprint).

Die Sportler haben schwere Kugeln geworfen (Kugel-Stoßen).

Die Sportler sind weit gesprungen (Weit-Sprung).

So habe ich sportlich abgeschnitten

Ich habe beim Weit-Sprung mitgemacht. In der Woche davor habe ich fleißig geübt. Beim Wettkampf habe ich meine Schritte genau abgezählt: 61 Füße weit war mein Anlauf. Ich hatte 2 gültige Sprünge. Mein weitester Sprung war 5,45 Meter.

Danach bin ich die 200 Meter gerannt. Ich war sehr schnell: Ich habe nur 23,59 Sekunden gebraucht.

Mein Fazit

Es war ein toller Nachmittag. Alle waren mit viel Freude dabei. Ich freue mich schon auf das nächste Mal! 

Internationales Hallenmeeting des

 LAC Erdgas Chemnitz

Leichtathletikhalle im Sportforum Chemnitz
24.01.2026

leichte Sprache
Internationales Hallenmeeting des

LAC Erdgas Chemnitz

Leichtathletikhalle im Sportforum Chemnitz
24.01.2026

 Mein historischer Samstag – und ein ganz besonderes Wochenende 
 

Was für ein Wochenende! Der 24. und 25. Januar 2026 werden mir für immer im Gedächtnis bleiben. Innerhalb weniger Stunden durfte ich sportliche Höhepunkte erleben, die ich mir nicht hätte träumen lassen – angefangen mit einem neuen Deutschen Hallenrekord über 800 Meter in Chemnitz.

Der Rekord, der mehr war als eine Zeit
In Chemnitz wollte ich meinen eigenen Hallenrekord aus dem Jahr 2019 knacken. Aber für mich war noch etwas anderes wichtig: Ich wollte einfach wieder bei allen mitlaufen. Nicht als „Parasportler“ in einer gesonderten Kategorie, sondern als Johannes, der Sportler. Dass kaum jemand vor dem Rennen darüber sprach, fand ich genau richtig – denn das ist gelebte Inklusion. Und dann klappte alles: Der Rekord fiel! Ich bin überglücklich und dankbar für den Respekt und den fairen Kampf mit den anderen Läufern. Hinterher dachte ich nur: Bei einem noch schnelleren Anfangstempo wäre vielleicht sogar die Zwei-Minuten-Marke möglich gewesen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau – heute freue ich mich einfach riesig!

Drei Punkte für meine große Liebe
Und während ich mich in Chemnitz freute, machte mein Dynamo Dresden das Wochenende perfekt! Drei so wichtige Punkte – ich habe es im Fernseher  mitverfolgt und war genauso begeistert wie alle anderen Fans. Das gibt Rückenwind für die ganze Saison. SGD – immer meine Herzensmannschaft!

Auch mein Heimatverein glänzt
Doch damit nicht genug! Am Sonntag zeigte mein eigener Verein, der SV Pesterweitz, was in ihm steckt. Nach einem kämpferischen Spiel und einem nervenaufreibenden 6-Meter-Schießen holten wir einen super 4. Platz! Ich bin so stolz auf die Jungs und die ganze Gemeinschaft hier. Das ist unser Erfolg!

Was dieses Wochenende für mich bedeutet
Dieses Wochenende hat mir wieder gezeigt: Sport verbindet auf jeder Ebene. Ob auf der großen Leichtathletik-Bühne, im Stadion meines Lieblingsclubs oder auf dem Platz daheim – das Gefühl von Gemeinschaft und gemeinsam errungenen Erfolgen ist unbezahlbar. Dass ich meinen Rekord im regulären Rennen laufen durfte, macht mich besonders stolz. Es soll ein Zeichen sein: Leistung steht im Vordergrund – alles andere ist Nebensache.

Video:  800m Chemnitz 24.01.2026 

Ergebnisse:  Ergebnisse Hallenmeeting 24.01.2026 

Mein besonderes Samstag – und ein ganz besonderes Wochenende

Was für ein Wochenende!
Der 24. und 25. Januar 2026 waren für mich unvergesslich.
An nur einem Wochenende habe ich tolle Sport-Erlebnisse gehabt.

Ein neuer Rekord
In Chemnitz bin ich 800 Meter in der Halle gelaufen.
Dabei habe ich einen neuen deutschen Rekord aufgestellt.
Ich habe meinen eigenen alten Rekord aus dem Jahr 2019 geschlagen.
Das macht mich sehr glücklich.

Das Wichtigste für mich
Für mich war aber noch etwas anderes wichtig:
Ich wollte einfach als normaler Sportler mitlaufen.
Nicht in einer extra Gruppe für Sportler mit Behinderung.
Sondern einfach als Johannes, der Sportler.
Das ist echte Inklusion.
Alle haben mich akzeptiert.
Nach dem Rennen dachte ich:
Vielleicht kann ich sogar noch schneller laufen.
Aber jetzt freue ich mich erstmal sehr.

Mein Lieblings-Fußballverein gewinnt
Und dann hat mein Lieblings-Fußballverein auch noch gewonnen!
Dynamo Dresden hat ein wichtiges Spiel gemacht.
Ich habe im Fernsehen zugeschaut.
Das war toll für alle Fans.

Mein Heimat-Verein ist auch super
Am Sonntag hatte dann mein eigener Verein ein tolles Ergebnis.
Der SV Pesterweitz hat den 4. Platz geholt.
Ich bin sehr stolz auf das ganze Team.

Warum dieses Wochenende so schön war
Dieses Wochenende hat mir gezeigt:
Sport verbindet alle Menschen.
Ob bei einem großen Wettkampf,
im Fußball-Stadion
oder beim Verein daheim:
Das Gefühl, zusammen zu gewinnen, ist unbezahlbar.
Dass ich bei allen normal mitlaufen durfte,
macht mich besonders stolz.
Leistung soll wichtig sein –
nicht ob jemand eine Behinderung hat.

Video:  800m Chemnitz 24.01.2026 
Ergebnisse: Ergebnisse Hallenmeeting 24.01.2026 



Startnummer

Das war ganz knapp im Ziel

Konzentration vor dem Start

Kurz nach dem Zieleinlauf

Wann kommt denn die Zeit, hat es gereicht, ja 2:00,50 neuer Deutscher Rekord, Applaus gab es vom Publikum

In der Halle bekommt man eher weniger Luft, Sauerstoff tanken nach dem Lauf

Manchmal will ich einfach allein sein!

offen sächsische Landeshallenmeisterschaften

Leichtathletikhalle im Sportforum Chemnitz
17.01.2026 - 18.01.2026

leichte Sprache
offen sächsische Landeshallenmeisterschaften 

Leichtathletikhalle im Sportforum Chemnitz
17.01.2026 - 18.01.2026

Mein Wochenende bei den Landesmeisterschaften: Silber und starke Einzelläufe!

Die Landesmeisterschaften waren für mich und meine drei Mitstreiter Nico, Bruno und Sandro ein voller Erfolg – mit einem besonders bewegenden Highlight: unser 2. Platz in der 4x200m-Staffel.

Die Anspannung vor dem Start war deutlich zu spüren. Nach unserer Disqualifikation im letzten Jahr brannte sich eine Frage in meinen Kopf: Werden die Wechsel diesmal perfekt klappen? Biegen wir nicht zu früh auf die Innenbahn ein?

Die Antwort lieferten wir auf der Bahn: Perfekte Wechsel, konzentrierte Läufe, eine makellose Teamleistung. Am Ende stand ein hervorragender Silberrang – und eine besondere Freude in mir.

Denn das Schönste daran war: Wir haben nicht lange über Inklusion geredet, wir haben sie einfach gelebt. Ich, der Parasportler, startete bei den „Fußgängern“ und wurde mit meiner Staffel gebührend mit einer Silbermedaille belohnt.

Auch in meinen Einzeldisziplinen konnte ich überzeugen:

  • 400m: Platz 4 mit einer starken Zeit von 51,56 Sekunden
  • 200m: Platz 5 in 23,76 Sekunden


Ein tolles, aber auch anstrengendes Wochenende, das leider von einer persönlichen Note überschattet wurde: Unser Trainer Uwe fehlte am Spielfeldrand, da ihn ein Virus außer Gefecht gesetzt hatte. Seine strategische Vorbereitung und sein motivierender Zuspruch waren mir in den vergangenen Rennen stets eine Stütze – sein Comeback an der Seitenlinie fehlt uns allen!

Wir haben gezeigt, wie durch Zusammenhalt, Vertrauen und puren Sportgeist Grenzen verschwinden – einfach weil man sie gemeinsam überspringt.
Ein riesiges Dankeschön an mein Team und alle Unterstützer!

Video:
 Staffel 4x200m Chemnitz

Ergebnisse offene Landesmeisterschaften Chemnitz 


 Ich habe bei den Wettkämpfen gewonnen!

Letztes Wochenende war ich bei den Sport-Wettkämpfen.
Ich war mit meinen Freunden Nico, Bruno und Sandro dort.

Das Beste war das Staffel-Laufen.
Wir sind die 4x200 Meter gelaufen.
Letztes Jahr hatten wir noch Probleme.
Dieses Jahr war alles perfekt!
Wir haben die Silber-Medaille gewonnen.
Das ist der 2. Platz.
Das war ein tolles Gefühl!

Das Besondere daran:
Ich bin ein Para-Sportler.
Para-Sportler sind Sportler mit einer Behinderung.
Ich bin bei den anderen Sportlern mitgelaufen.
Wir haben nicht nur über Inklusion geredet.
Wir haben sie einfach gemacht.
Inklusion heißt: Alle machen zusammen mit.

Ich bin auch alleine gelaufen:

  • 400 Meter: Ich war der 4. Schnellste. Meine Zeit war 51,56 Sekunden.
  • 200 Meter: Ich war der 5. Schnellste. Meine Zeit war 23,76 Sekunden.


Unser Trainer Uwe hat gefehlt.
Er war krank. Ein Virus hatte ihn erwischt.
Wir haben ihn sehr vermisst.
Aber wir haben trotzdem unser Bestes gegeben.

Es war ein anstrengendes, aber sehr schönes Wochenende.
Ich bin glücklich und stolz auf uns alle!
 

Video: Staffel 4x200m Chemnitz

 

Ergebnisse offene Landesmeisterschaften Chemnitz 



400m = 51,56 so schnell war ich Anfang Januar noch nie, 200m 23,76 Bahn 2, da sind schon ganz schöne Fliehkräfte, 4x200m einfach Spitze

Der Lohn für ein starkes 4x200m Rennen 

von Rechts Nico, Sandro, Bruno und Ich

So sehen Sieger aus 
1. Platz LAC Erdgas Chemnitz
2. Platz StG Mittelsachsen 1
3. Platz StG Freiberg 1

Startvorbereitung 200m

Hallensportfest des LAC Erdgas Chemnitz

 Leichtathletikhalle im Sportforum 
11.01.2025

Hallensportfest des LAC Erdgas Chemnitz

 Leichtathletikhalle im Sportforum 
11.01.2025 leichte Sprache

Mein Saisonauftakt in Chemnitz: 

Ein vertrautes Wunder wiederholt sich


Am 11. Januar 2026 war es endlich so weit: mein erster Wettkampf in der Halle in Chemnitz. Ehrlich gesagt, wussten weder mein Trainer Uwe noch ich selbst, wo ich wirklich stand. Die Vorbereitung war holprig – zwischen Weihnachten und Neujahr hatte mich eine Grippe zum zweiten Mal erwischt und jede Trainingseinheit unmöglich gemacht.
Ich trat über 60m und 200m an. Die 60m lief ich in 7,73 Sekunden. Schnell ist etwas anderes, ich war schon über zwei Zehntel schneller. Das Ergebnis ließ mich zweifeln.
Doch dann passierte es wieder – dieses Phänomen, das mich und meinen Trainer immer wieder staunen lässt: Immer wenn ich zwei Starts an einem Tag habe, bringt der zweite Start eine Überraschung in Form eines Spitzenergebnisses mit sich. Und so war es auch diesmal in Chemnitz.
Nur wenige Stunden später stand ich in den Startblöcken für die 200m. Was dann geschah, setzte diese erstaunliche Regel erneut fort: Ich verbesserte meinen eigenen Deutschen Rekord um 0,22 Sekunden auf 23,43 Sekunden.
Die Überraschung war riesig, die Erleichterung noch größer – und doch irgendwie vertraut. Es scheint, als ob mein Körper beim ersten Start erst „wach“ werden muss, um dann im zweiten Versuch sein volles Potenzial zu entfalten.
Was für ein Start in die Saison! Dieses bekannte Muster gibt mir nicht nur eine Erklärung, sondern auch viel Zuversicht für die kommenden Wettkämpfe. Jetzt freue ich mich auf die nächsten Herausforderungen – mit einem neuen Rekord und dem Wissen, dass die größte Stärke manchmal etwas Geduld braucht, um sich zu entfalten.
Euer Johannes 

 

Ergebnisse siehe 60m und 200m Männer 


Mein besonderer Tag in der Halle von Chemnitz

Am 11. Januar 2026 war mein erster Wettkampf in der Halle in Chemnitz.
Vorher war ich krank.
Ich konnte zwischen Weihnachten und Neujahr nicht trainieren.
Deshalb war ich unsicher.
Ich wusste nicht, wie schnell ich laufen kann.

Zuerst bin ich 60 Meter gelaufen.
Meine Zeit war 7,73 Sekunden.
Das war okay, aber nicht meine beste Zeit.
Ich war früher schon schneller.

Dann passierte etwas, das oft passiert:
Der zweite Lauf am selben Tag ist bei mir immer besonders gut!
Das erlebe ich immer wieder.
Es ist wie ein kleines Wunder.

Ein paar Stunden später bin ich 200 Meter gelaufen.
Und plötzlich war alles perfekt:
Ich habe meinen eigenen Deutschen Rekord verbessert!
Meine neue Zeit ist 23,43 Sekunden.
Das ist 0,22 Sekunden schneller als vorher.

Ich war sehr überrascht und froh.
So kann die Saison weitergehen!

Es zeigt mir:
Manchmal muss mein Körper erst warm werden.
Dann kann ich meine beste Leistung bringen.

Jetzt freue ich mich auf die nächsten Wettkämpfe.
Euer Johannes